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Tischtennis Club Westheim

Chronik

 

 

 

Die Gründungsjahre

 

Platten selbst gemacht

 

Bereits im Dezember 1954 wurde, auf Anregung des neuen Bürgermeisters Ernst Weidner, eine Tischtennisabteilung beim Sportverein Westheim gegründet. Diese entwickelte sich unter der Leitung von Max Drechsler sehr gut und schon bald nahmen 28 SportlerInnen am Trainingsabend in einem von der Baubeschlag zur Verfügung gestellten Saal teil.
Schon im Folgejahr nahm eine Herrenmannschaft am Verbandsspielbetrieb teil und konnte bald darauf 1956/57 die Vizemeisterschaft erzielen. Außer der Herrenmannschaft nahmen eine Damen- und eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil.
In den darauffolgenden Jahren kam es aber immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen der Vorstandschaft des Sportvereins und der Tischtennisabteilung. Mit der Folge, dass Tischtennisabteilungsleiter Max Drechsler, der zugleich Kassierer und Schriftführer war, im Dezember 1957 seine Ämter niederlegte und für eine Trennung der Tischtennisabteilung vom SV Westheim plädierte. Bei einer Versammlung der Tischtennisspieler am 30.12.1957 wurde ein neuer selbstständiger Verein gegründet- der TTC Westheim.
Doch der Beginn der neuen Selbstständigkeit war zunächst von Problemen behaftet. Wo sollte man spielen und auf welchen Platten? Doch das Blatt sollte sich bald wenden. Denn die Gemeinde Rosengarten stellte dem TTC einen kleinen Raum im Untergeschoss des Westheimer Kindergartens zur Verfügung und Georg Schilling, erster Vorsitzender des Vereins, fertigte die ersten zwei Platten selbst an und stiftete diese dem TTC Westheim.
Die ersten Erfolge stellten sich daraufhin schnell ein. In der Spielrunde 1958/59 konnte unsere 1. Herrenmannschaft (Peter Schweizer, Franz Six, Karl-Heinz Most, Max Drechsler, Eberhard Geiger und Fritz Zelniczek) gleich Meister in der Kreisklasse werden. Auch unsere Jugendmannschaft mit Hans Drechsler, Herbert Weber, Hans Thier, Helmut Wolf und Dieter Simon konnte in der Kreisklasse Meister werden, während unsere Damen einen starken dritten Platz belegen konnten.

 

 

 

Die ersten großen Titel

 

Nach der Fertigstellung der Turnhalle 1962 durfte man an zwei Abenden in der Woche trainieren. Aufgrund dieser neuen Trainingsbedingungen und dem Erwerb von neuen Platten aus Eigeninitiative oder aus Spenden war es auch kein Wunder, dass die Herrenmannschaft in den Jahren 1962/63 und 1963/64 jeweils Meister in der Kreisklasse wurde und in die Bezirksklasse aufstieg. Da die Anzahl der Spieler stetig zunahm, konnte man 1964 eine zweite Herrenmannschaft melden, die sich auch prompt den Meistertitel in der Kreisklasse erkämpfen konnte.
Die Damenmannschaft spielte bis 1960 in der damaligen Besetzung Hilde Mickler, Trude Schilling, Gislinde Schließmann, Gisela Zelniczek und Waltraud Melber in der Kreisklasse und stieg dann in die Bezirksklasse auf. Dort konnte sich die Mannschaft 3 weitere Jahre erfolgreich halten. In den darauf folgenden Jahren konnte aufgrund von Familienplanung und beruflichen Gründen mehrere Jahre keine Damenmannschaft mehr an den Start geschickt werden. Allerdings konnte in der Runde 1964/65 zum ersten Mal eine Mädchenmannschaft (Traudl Weber, Brigitte Hartel, Ute Bäuerle und Margrit Amend) eine Meisterschaft erringen.
Der bisher größte Erfolg im Herrenbereich konnte in der Saison 1973/74 gefeiert werden. Durch mehrere Zugänge verstärkt holte sich die 1. Herrenmannschaft in der Aufstellung Wolfgang Kauk, Rolf Kaufmann, Hans Drechsler, Eberhard Geiger, Dieter Schäfer und Hans Bärwald souverän den Meistertitel in der Bezirksklasse Hohenlohe, sowie den Bezirkspokal. In der folgenden Saison spielte die Mannschaft in der höchsten Herrenklasse der gesamten Vereinsgeschichte, der Bezirksliga.

 

Meistermannschaft Bezirksklasse

 

 

Die „Johann-Gutsche-Ära“

Johann Gutsche

1977 folgte mit der Ernennung von Johann Gutsche zum Jugendleiter ein weiterer Meilenstein.
Er verstand es die Jugendlichen zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen.
Was nun folgte war ein Ansturm spielfreudiger Jugendlicher.
Mit der Anzahl der Jugendlichen wuchs natürlich auch der Zeitaufwand von Johann Gutsche und seiner Frau Elsbeth. Zum ersten und einzigen Mal nahmen 11 Jugendmannschaften an der Runde teil!
Bei einem Turnier in Sulzbach-Laufen nahmen beispielsweise 53 Spieler/innen vom TTC Westheim teil!
Die Erfolge blieben natürlich nicht aus.
In dieser Zeit konnte der größte Vereinserfolg der Jugendgeschichte des TTC Westheim erzielt werden.
Im Mai 1981 wurde der 3. Platz bei der württembergischen Schülerinnenmeisterschaft erzielt.
Durch diesen Antrieb war natürlich nicht nur unsere Jugend zu dieser Zeit erfolgreich.
Johann Gutsche verstand es auch die Jugendlichen an den Verein zu binden und diese erfolgreich bei den Aktiven zu integrieren.
Vor allem bei den Damen wurden deswegen sensationelle Erfolge gefeiert.
Die Damenmannschaft um Patricia Reutter, Elisabeth Schade, Isabell Schwaiger und Iris Greiner schaffte es in den Jahren von 1982-1984 bis in die Bezirksliga!
Zu dem schaffte Patricia Reutter im Jahr 1982 den Sprung in die württembergische Leistungsklasse der Damen – bisher einmalig.
Im Laufe der Jahre folgte eine stetige Integration der „goldenen Mädchen“ von Johann Gutsche in den Damenbereich.
Der Gipfel des Erfolges war deswegen ganz klar die Meisterschaft der Damenmannschaft um Sybille Röger, Claudia Kitterer, Anita Noller und Iris Horlacher in der Bezirksliga und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga, so wie der Gewinn des Bezirkspokals!

 

 

 

Der steinige Weg zu weiteren Erfolgsmomenten

 

Nach dem Ende der Ära von Johann Gutsche konnte man in den Folgejahren nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Was auch durch eine mangelnde Konstanz in den Führungspositionen beeinflusst wurde. Der Abgang von Johann Gutsche und das daraufhin entstandene Loch in der Jugendleitungsposition gipfelte darin, dass in der Saison 1986/87 keine Jugendmannschaft für die Spielrunde gemeldet wurde.
Auch im Herrenbereich musste man aufgrund mangelnden Nachwuchses aus den eigenen Reihen und mehreren Abgängen den Abstieg bis in die Kreisklasse B hinnehmen. Erst 2000/01 konnte man wieder in die Kreisklasse A aufsteigen, in der man bis heute spielt.
Im Damenbereich machte sich diese negative Entwicklung nicht so stark bemerkbar. Dort konnte die 1. Damenmannschaft in der Runde 2002/03 ihren sofortigen Wiederaufstieg feiern, nachdem sie im Jahr zuvor abgestiegen war.
Erst durch die Ernennung von Joachim Korn zum Jugendleiter Ende der 80er Jahre konnte wieder eine Konstanz im Nachwuchsbereich erzielt werden. Tatkräftig unterstütz wurde Joachim Korn hierbei vor allem durch die Trainer Rolf Sommer und Hannes Reichert, sowie Walter Greiner, Anita Noller und Ibrahim Can, der 2010 den Jugendleiter Posten übernahm.
Durch diese neue Entwicklung stellten sich auch wieder Erfolge im Jugendbereich ein. So konnte die 1. Mädchenmannschaft in der Besetzung Sarah Glasbrenner, Natalie Noller, Verena Krüger und Michaela Bach in der Runde 2001/02 durch die Meisterschaft in der Bezirksklasse in die Landesliga aufsteigen. Dies hatte bis dato keine Jugendmannschaft im Verein geschafft.
Auch im Jungenbereich konnte in den Jahren 2008/09 ein Novum erreicht werden, indem zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die 1. Jungenmannschaft (Jens Buschke, Sven Amend, Nils Buschke und Andreas Kontner) in der Bezirksklasse vertreten war.
Die konstante erfolgreiche Jugendarbeit wurde in dieser Zeit auch von der Öffentlichkeit hoch geschätzt und gewürdigt, was sich besonders durch den Gewinn des Sportförderpreises im Jahre 2006 und 2010 ausdrückte.

 

 

 

Die jüngere Geschichte

 

Nach diesen verschiedensten Erfolgsmomenten in den späten 90er Jahren und in den Anfangsjahren des neuen Jahrtausends versuchte die Führungsspitze des Vereins sich rechtzeitig zu verjüngen.
Man wollte den Verein auf einem guten sportlichen so wie familiären Niveau halten und nicht noch einmal so einen Abschwung erleben wie in den späten 80er Jahren so wie Anfang der 90er Jahre.
Deswegen sind die letzten Jahre sicherlich als Meilenstein zu bezeichnen!
Der Verein schaffte es junge und hungrige Leute an sich zu binden und schenkte ihnen Vertrauen in dem man ihnen viel Verantwortung gab.
Man lehnte sich an die „Johann-Gutsche-Ära“ und installierte wieder einen Jugendausschuss.
Der erste Jugendausschuss bestand aus 5 Personen, der Jugendsprecher war Sebastian Amend. Sven Amend übernahm seinen Posten 2011, Sebastian Amend wurde Jugendleiter.
Man bildete viele Jugendliche als Jugendtrainer aus und installierte sie in der Jugendarbeit.
Dies alles trug definitiv Früchte.
Es wurden aus dem Jugendausschuss tolle Ausflüge in kompletter Eigeninitiative organisiert, beispielsweise in den Europa-Park.
Sportlich verlor man ebenfalls nicht die Konstanz. Sebastian Amend führte die Jugendmannschaft um Holger Ley, Elias Klenk, Tobias Rau und Till Gwinner zur Meisterschaft in der Kreisliga B. Darauf bestätigten sie diese Leistung Ende des Jahres 2012 mit einem dritten Platz in der Kreisliga A.
Im Aktivenbereich konnte man eine Meisterschaft der zweiten Herrenmannschaft in der Kreisklasse B feiern, eine Meisterschaft der ersten Damenmannschaft in der Bezirksliga und den Bezirksmeistertitel 2011 durch Jens Buschke nach Westheim holen!IMAG0708
Zu dem bildete sich Erfahrung und Konstanz im Hauptausschuss durch langjährige Funktionäre wie Ibrahim Can, Joachim Korn, Doris Mayer, Sybille Röger, Walter Greiner, Herbert Habel, Hannes Reichert und Anita Noller.

Durch den Jugendausschuss verjüngte sich der Hauptausschuss Jahr um Jahr. So sind im laufe der letzten Jahr gleich sechs Jugendausschussmitglieder (Sebastian und Sven Amend, Jens und Nils Buschke, Holger Ley und Till Gwinner) in den Hauptausschuss gerutscht. Der größte Schritt war die Ablösung der großen Anita Noller durch Sebastian Amend im Jahr 2015.
Des Weiteren konnte man sich vor allem im sportlichen Engagement verbessern. Mit Patrick Horlacher und Sebastian Amend hat man nun schon seit 2013/2014 ein regelmäßiges Jugendtraining durch Lizenz-Trainer. Im Jahr 2015 absolvierte Sebastian Amend die Prüfung zum C-Trainer erfolgreich.
Dies blieb nicht ohne Erfolg. Vor allem im Einzelsportbereich konnte man in den letzten Jahren vor allem durch Chyara Beer für Aufsehen sorgen, welche seit Kindesbeinen in der regionalen Spitze ihrer jeweiligen Alterklassen mitspielt. Zu dem konnten die Mädchen Leonie Wilhelm, Kim Metzger, Anna Bauser und Leonie Weikum (später Mia Kümmerer) den Aufstieg in die Landesliga schaffen!

 

 

Übersicht aller sportlicher Erfolge:

Meisterschaftstafel – Aktive

Meisterschaftstafel – Jugend